Die MO-1 MKII zeigt ziemlich eindrucksvoll, was Geithain inzwischen aus einem wirklich kleinen Lautsprecher herausholt.
Das aktive 2-Wege-System arbeitet mit einem 100-mm-Tiefmitteltöner und einer koaxial angeordneten 19-mm-Hochtonkalotte. Beide Chassis werden von jeweils einer eigenen 95-Watt-Endstufe angetrieben. Dazu kommt eine DSP-basierte Signalverarbeitung, über die sich der Lautsprecher sehr weitreichend an seinen Einsatzort anpassen lässt.
Ursprünglich ist die MO-1 MKII für professionelle Anwendungen auf engem Raum gedacht. Genau diese Voraussetzungen machen sie aber auch für kleine private Musikzimmer und Hörplätze interessant.
Für welche Räume geeignet
Geithain gibt eine Hörentfernung von 0,6 bis 2 Metern an. Die MO-1 MKII gehört damit klar ins Nahfeld.
Das kann am Schreibtisch sein, in einem sehr kleinen Musikzimmer oder überall dort, wo der Lautsprecher relativ nah am Hörplatz stehen muss.
Gerade hier spielt die koaxiale Anordnung ihre Vorteile aus. Tiefmittel- und Hochtöner liegen räumlich sehr eng zusammen, was bei kurzen Hörabständen eine geschlossene Wiedergabe begünstigt.
Über den integrierten DSP stehen zehn frei programmierbare Equalizer sowie ein einstellbares Delay zur Verfügung. Die Anpassungsmöglichkeiten gehen damit deutlich über eine einfache Bass- oder Höhenkorrektur hinaus.
Viel Technik auf sehr wenig Raum
Der 100-mm-Tiefmitteltöner arbeitet bis 3,5 kHz und übergibt dort an die 19-mm-Hochtonkalotte.
Bemerkenswert ist vor allem der Frequenzumfang. Geithain gibt für die MO-1 MKII einen Übertragungsbereich von 50 Hz bis 22 kHz bei ±3 dB an.
Dazu kommen zwei analoge XLR-Eingänge und zwei Ethernet-Anschlüsse. Dante ist optional erhältlich.
Die Elektronik ist vollständig integriert. Für eine komplette Wiedergabekette braucht es damit neben den beiden Lautsprechern im Grunde nur noch eine geeignete Quelle beziehungsweise Vorstufe.
Klangbild
Die MO-1 MKII hat dieselbe Eigenschaft, die ich grundsätzlich mit Geithain verbinde: Man muss sich klanglich nicht auf einen kleinen Lautsprecher einstellen.
Natürlich gibt es physikalische Grenzen. Ein 100-mm-Chassis kann weder die Membranfläche noch die maximalen Pegel eines großen Systems ersetzen. Innerhalb dieser Grenzen spielt die MO-1 MKII aber erstaunlich vollständig.
Vor allem auf kurze Entfernung funktioniert die Wiedergabe sehr geschlossen. Stimmen und Instrumente haben klare Konturen, der Bass besitzt für diese Gehäusegröße erstaunlich viel Substanz und der Lautsprecher bleibt auch bei komplexerer Musik sauber.
Genau deshalb würde ich die MO-1 MKII nicht als Lösung für Menschen betrachten, die möglichst wenig Platz für Lautsprecher opfern wollen. Sie ist ein ernsthafter Lautsprecher für einen Hörplatz, an dem ein so kompaktes System konstruktiv sinnvoll ist.
Design & Verarbeitung
Mit 147 × 214 × 192 mm in Breite × Höhe × Tiefe und lediglich 3,5 kg ist die MO-1 MKII tatsächlich sehr klein.
Das MDF-Gehäuse wird serienmäßig in Schwarz oder Weiß seidenmatt lackiert. Andere Furniere und Farben sind auf Anfrage erhältlich.
Seitliche Befestigungsmöglichkeiten gehören zur Standardausführung und können auf Wunsch entfallen. Dadurch lässt sich die MO-1 MKII sowohl professionell montieren als auch unauffällig in einen privaten Hörplatz integrieren.
Fazit
Die MO-1 MKII ist kein verkleinerter großer Studiomonitor, sondern ein Lautsprecher, der konsequent für sehr kurze Hörentfernungen entwickelt wurde.
Wer genau dafür einen Geithain sucht, bekommt die gemeinsame DNA der Marke in ihrem derzeit kompaktesten aktiven Format.
Hörbar bei Akustik Strauss
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Gerne beraten wir Sie zur MO-1 MKII, zur passenden Aufstellung, Ausführung und Bestellung.
Für eine persönliche Beratung oder einen Hörtermin nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.